Endlich wieder Wandersaison
Ein freier Pfingstmontag war für mich die perfekte Gelegenheit, um Sport, Natur und Fotografie zu verbinden. Bei einer Tour auf den Kerschkernkogel – gelegen in den Triebener Tauern – ging es entlang einer 16 km langen Rundwanderung über 1.200 Höhenmeter und drei Gipfel. Ausgangspunkt hierfür war die Bergerhube am Ende des Triebentals.
Welches Equipment für eine Bergtour?
Da es meine erste größere Wanderung in diesem Jahr war, versuchte ich, mein Fotoequipment eher kompakt zu halten und nicht zu viel Zusatzgewicht mit auf den Weg zu nehmen. So entschied ich mich für ein Weitwinkelobjektiv, das Canon 17–40 mm F4L, ein lichtstarkes Tele, das Canon 70–200 mm f/2.8 L, sowie eine leichte Retrolinse, das Sicor 23 mm f/3.5. Letztere war vor allem für ein Retro-Objektiv-Review mit im Gepäck – mehr dazu gibt es aber in einem zukünftigen Blogpost zu lesen. Ansonsten hatte ich noch einen ND1000-Filter dabei, um ein paar Langzeitbelichtungen zu machen.

Von der Bergerhube zum Bärenstuhlsattel
Die Wanderung beginnt mit einem langen Flachstück durch den Wald, welches allmählich, aber fast unbemerkt, in eine leichte Steigung übergeht. Durch den am Morgen noch angenehm kühlen Wald verläuft der Weg zunächst ohne große Anstrengung und die ersten 500 Höhenmeter fühlen sich kaum nach einer Steigung an. Erst kurz vor dem Bärenstuhlsattel wird der Wald allmählich lichter und gibt erstmals Blicke auf das Bergpanorama frei. Besonders der Blick auf den Gamskögel auf der anderen Seite des Tals ist beeindruckend. Ab dem Erreichen des Sattels ist dann auch der Rundumblick in alle Himmelsrichtungen gegeben.

Entlang der Gipfel auf den Kerschkernkogel
Hier beginnt das Highlight der Wandertour, denn entlang des Grats gibt es großartige Aussichten und abwechslungsreiche weitere 600 Höhenmeter. Der erste Gipfel wird schon nach einigen Minuten erreicht. Der Lattenberg ragt mit 2.018 m nur knapp über die magische 2.000er-Grenze. Könnte er sprechen, würde er aber bestimmt sagen, dass es nicht auf die Größe ankommt.
Weiter geht es über den Goldkogel auf 2.080 m, der sich in Anbetracht des herunterschauenden Kerschkerkogels nicht wirklich den Tagessieg als schönster Gipfel holen kann. Die letzten 200 Höhenmeter auf den Kerschkernkogel sind dann auch die knackigsten und steilsten der Wanderung, wodurch sich die Bergankunft auf 2.225 m umso schöner anfühlt.

Rückweg über das Krüglthörl
Hinunter geht es über die Südostflanke des Kerschkerns bis zum Krüglthörl. Von hier aus könnte man optional zum Geierhaupt aufsteigen, dem höchsten Berg des Bezirks Leoben. Vorbei an einigen Lacken und dem kleinen Schaunitzsee geht es talauswärts konstant bergab in Richtung Ausgangspunkt der Wanderung. Entlang eines kleinen Bacherls führt der Weg bald wieder unter die Baumgrenze.

An den Felswänden konnte ich ein paar Gämse erspähen, die allerdings zu schnell und zu weit entfernt für mein Teleobjektiv waren. Fotos hatte ich auch ohne tierische Begegnung einige gute dabei, auch wenn die Tageszeit nicht perfekt für dramatische Lichtstimmungen war. Aber das könnt ihr am besten selbst in der Gallery sehen.





























