4-Gipfel-Wanderung auf der Karneralm

von | Aug. 4, 2026 | Allgemein | 0 Kommentare

Die Karneralm bietet einen der besten Ausgangspunkte, um im Lungau den Sonnenaufgang auf einem Gipfel zu genießen. Der Aufstieg zum Kleinen Königstuhl umfasst lediglich 400 Höhenmeter und kann problemlos in 45 bis 60 Minuten bewältigt werden. Eine Wanderung, die durchaus bekannt, aber auch schnell wieder vorbei ist.Völlig zu Unrecht, denn die Tour lässt sich zu einer kurzweiligen Kammwanderung über insgesamt vier Gipfel ausdehnen. So bot sich die perfekte Gelegenheit, den Sonnenaufgang auf Gipfel Nummer eins zu fotografieren und anschließend noch einige Morgenimpressionen entlang der Route einzufangen.

Nachdem die Sonne am Kleinen Königstuhl (2.254 m) gegen 5:40 Uhr den Horizont überschritten hatte und zumindest kurz durch die Wolkendecke gebrochen war, ging es weiter in Richtung Süden. Nach etwa zwei Kilometern ohne nennenswerte Höhenunterschiede oder Veränderungen des Geländes folgte mit dem Bärennock (2.234 m) der zweite und zugleich niedrigste Gipfel der Wanderung. Von dort bietet sich eine gute Aussicht zurück auf den Kleinen Königstuhl und die Gipfel des Murtals. Nach weiteren zwei Kilometern folgte mit dem Schilchernock (2.270 m) der nächste Gipfel. Von dort reicht der Blick in Richtung des westlich gelegenen Innerkrems sowie zurück zur Karneralm.

Der vierte und letzte Gipfel ist mit 2.282 Metern zugleich der höchste Punkt der Wanderung, auch wenn er das wohl unspektakulärste Gipfelkreuz besitzt. Dennoch ist er der perfekte Ort, um eine kurze Pause einzulegen und den Blick in Richtung Kilnprein im Osten sowie zum Königstuhl im Süden zu genießen.Beim Abstieg geht es zunächst wieder am Schilchernock vorbei – dem einzigen Abschnitt der Wanderung, der zweimal begangen wird. Danach zweigt die Route in Richtung Klölingscharte ab. Von dort führt sie ohne deutlich erkennbaren Wanderweg bergab zurück ins Tal. Dabei muss eine leicht sumpfige Wiese durchquert werden. Keine nassen Füße zu bekommen, ist wahrscheinlich der schwierigste Teil der gesamten Wanderung.

Zum Abschluss führt die Wanderung noch an der ehemaligen Station des Klölingnock-2000-Lifts vorbei. Dieser ist seit 2005 nicht mehr in Betrieb und inzwischen zu einem Lost Place geworden.Nach einer Gesamtlänge von zehn Kilometern endet die Rundwanderung wieder an der Karneralm. Gemeinsam mit meinem Wanderbuddy Markus habe ich etwa dreieinhalb Stunden benötigt. Dabei haben wir uns jedoch mehr als genug Zeit zum Fotografieren gelassen.

Als Objektive hatte ich übrigens ein Teleobjektiv (Canon 70–200 mm f/2.8 L), ein Weitwinkelobjektiv (Canon 17–40 mm f/4 L) und ein leichtes Pancake-Objektiv (Minolta Rokkor MD 45 mm f/2) dabei. Damit war ich für alle Situationen gut ausgerüstet, ohne zu viel zusätzliches Gepäck mitschleppen zu müssen.

Raphael Sperl