Minus vier Grad Celsius, Nebel und gefrierende Fingerkuppen – endlich war ich wieder zurück auf der Plottn. Die Plottn – hochdeutsch Platte – ist die Walter-Perner-Greimarena, die Heimstätte der St. Peterer Haie, einem Bezirksliga-Hockeyteam, bei dem ich immer wieder gerne als Fotograf an der Bande stehe – auch wenn Dezemberabende auf der Plottn durchaus rau sind.

Rau ging es auch an diesem Spieltag her, denn das Derby gegen die M-Rast Wölfe wurde seinem Namen gerecht. In einem harten Game wurde sich körperlich nichts geschenkt, und auch in Sachen Spannung war das Spiel absolute Klasse. Die Entscheidung fiel erst Sekunden vor Schluss, als die Haie – ohne Torhüter und mit sechstem Mann am Feld – in einer 6:3-Überzahlphase die Chance auf den späten Ausgleich durch einen Stangenschuss vergaben. Die Wölfe konnten so ein 5:4 über die Zeit retten und den Sieg aus St. Peter entführen.
Wichtiger als das Ergebnis war es für mich jedoch, die Stimmung des nebeligen Abends fotografisch festzuhalten und meinen Freunden von den Haien möglichst viele stimmungsvolle Bilder zu liefern. Dabei war der Nebel über der Outdoor-Arena mal ein cooles Stilmittel, mal ein gewisser Störfaktor und Kontrastkiller.

Von der Objektivwahl her machte ich einen Spagat zwischen langer Brennweite und Lichtstärke. Beim Warm-up sowie im ersten Drittel versuchte ich mit dem 70–200 mm f/2.8, möglichst das ganze Spielfeld abdecken zu können, was jedoch aufgrund der Dunkelheit auf Kosten des ISO-Wertes ging. In den darauffolgenden Dritteln wechselte ich dann auf eine 85 mm f/1.8 Festbrennweite, die zwar eingeschränkt in der Abdeckung war, allerdings durch die größere Lichtstärke klarere Bilder zuließ. Das verhalf mir zu einem stimmigen Gesamtset.
Auch wenn die Temperaturen frostig waren und besonders das Hantieren mit bloßen Fingern oder dünnen Handschuhen am kalten Kamerabody auf Dauer etwas unangenehm werden kann, half es mir dennoch, den Ringrost beim Eishockey abzuschütteln und wieder voll ins Game eintauchen zu können.





























