Winter 2002. Wahrscheinlich war es schon damals ein Teenager Tagtraum, der mich durch das Ende des Jahres begleitete als ich mein erstes Snowskate bei Intersport Pintar für etwas über 100 Euro kaufte um mein neues Lieblingshobby Brettsport auch im Winter betreiben zu können. Der Tagtraum eines Tages zu einer Weltmeisterschaft im Snowskaten fahren zu können. Auch wenn es diese erst ab ca. 2008 gab.
Und seit diesem Zeitpunkt fand die Snowskate WM mehr oder weniger jährlich in Norwegen statt. Und so blieb dieser Teenage Dreams auch über die Jahre erhalten und auf meiner Bucket List. Schlussendlich dauerte es 23 Jahre um diesen Traum wahr werden zu lassen. Und im Nachhinein Stelle ich mir die Frage, warum habe ich bloß so lange gewartet um eine Reise zu starten, die wohl fast alle meine Hobbies vereinte.

Denn Norwegen ist eben nicht nur Wintersport Paradies, sondern auch voller Seen, Flüsse, Wasserfälle, Fjorde und einer Architektur, deren ich gerne einmal mein Tiny-House nachempfinden würde. Sprich: Voller Fotospots. Und durch die bereits überlangen Tage Ende April war es auch möglich Wintersport und Sightseeing zu verbinden und alles ohne Stress in einen Tag packen zu können.
Und im schneeärmsten norwegischen Winter aller Zeiten war es in den Talregionen bereits ungewöhnlich frühlingshaft und grün. Was mich aus aus der Sicht eines Snowskaters wenig freute, aus fotografischer Sicht aber doch eine gewisse Abwechslung brachte. Meine Homebase schlug ich gemeinsam mit meiner Freundin und Reisebegleiterin Marita in Hemsedal auf. Unweit eines überregional bekannten Schigebiets und des WM Austragungsortes Hemsedal. Während ich meinen ersten Teil des Tages mit den letzen Trainingseinheiten für den Contest verbrachte, plante Marita die Spots für die anschließende Rundfahrt in der Gegend inklusive jeder Menge ausgefallener Fotospots. Und diese liegen in Norwegen nur immer zirka 10 Autominuten von einander entfernt. So lässt sich auch in nur vier Tagen so einiges erleben und so manchen Hauptstadttrip alt aussehen.

Auch dass man in nur 90 Minuten Autofahrt bis zu einem Fjord gelangt war ein willkommener Bonus unseres Standortes. Wer kann schon sagen dass er nach einem Tag im Freestyle Park noch den Sonnenuntergang am Meer genießen kann. Auch die Ruhe, die das weitläufige Land ausstrahlt brachte mich innerlich zu einer Ruhe, die ich seit Jahren nicht mehr gespürt hatte. Und das trotz der Aufregung rund um die anstehende WM.
Mein Rucksack war prall gefüllt mit Objektiven, da man in Skandinavien eben so ziemlich alles aus dem Equipmentfundus brauchen könnte. Für die Snowskate Action Shots hatte ich das Sigma 15mm Fisheye dabei, für Landwirtschaftspanoramas das Canon 17-14L, für Portraits und als Allroundlinse das Tamron 70-200 und für Wildlife noch zusätzlich das Canon 100-400L. Dies führte zwar zu einem ständigen Struggle, wofür ich mich in den jeweiligen Situationen entscheiden sollte, aber auch zu einem abwechslungsreichen Sammelsurium an Fotos. Durch die gute Erreichbarkeit der Fotospots und die wirklich überall schöne Natur war es auch kein Problem die zusätzlichen Kilos mit sich mitzuschleppen.
Weltmeister bin ich im übrigen nicht geworden. Aber das gibt mir die Motivation neben einem fotografischem Sommer auch einen sportlichen Sommer zu verbringen und nächstes Jahr noch fitter nach Solheisen zurück zu kommen. Dann mit hoffentlich winterlicher Landschaft um Norwegen noch in einem ganz anderen Stil ablichten zu können und meinen Traum zu leben die Snowskate WM als Sieger zu verlassen. Auch wenn die Chancen gegen mich stehen, never give up.






























